Orientierungssystem
Edwin Scharff Museum
Info
Das Orientierungssystem im ESM haben wir barrierearm entwickelt — in Kooperation mit einer Prüfgruppe aus Familien mit kleinen Kindern, sehbeeinträchtigten Menschen und Rollstuhlfahrenden. Diese Gruppe hat uns vom Konzept bis zur Implementierung begleitet und beraten.
Um möglichst unterschiedlichen Anforderungen an Orientierung gerecht zu werden, definierten wir drei Parameter, anhand derer sich Besuchende durch das Gebäude navigieren können: Schrift, Farbe und Form.
Jeden Ausstellungs-Bereich bezeichneten wir mit einem Buchstabenkürzel wie ES für Edwin Scharff oder KU für Kunstmuseum. Zusätzlich ordnen wir den Bereichen leuchtende, gut unterscheidbare Farben zu und eine prägnante Form, die wir für blinde Besuchende auch taktil einsetzen: Die kreisförmigen, quadratischen, achteckigen und sternförmigen Wandplaketten lassen sich gut ertasten.
Alle wegweisenden Elemente wurden auf einer für Kinder und Rollstuhlfahrende gut sichtbaren Höhe angebracht. Für zwei Knotenpunkte im Haus konstruierten wir zusätzliche Wegweiser, die sich bei Bedarf flexibel mit weiteren Schildern bestücken lassen.
















Fassaden-Kennzeichnung
„Hä? Wo geht’s hier denn REIN?“ fragten wir uns beim allerersten Besuch im Edwin Scharff Museum, als wir auf der Suche nach dem Eingang etwas verloren vor dem verschlossenen Gruppeneingang standen. Was wir nicht kapierten: Der Weg ins Museum führt durchs Café. Wir schworen uns: Sollten wir diesen Pitch (um eine neue Identity) gewinnen, gestalten wir die Fassade neu! Yes! Die Fassade ist gebrandet, der Eingang deutlich gekennzeichnet, markante Pfeile weisen Besucher:innen den direkten Weg ins Kunstvergnügen. Und: Jene werden in sieben Sprachen willkommen geheißen.





