Ausstellungsgestaltung, Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Spielwiese Kunst
Info
Einen niedrigschwelligen, freudvollen Einstieg in die Kunstbetrachtung wünschten sich die Kuratorinnen für die Ausstellung „Spielwiese Kunst“ in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen. Speziell jungen Besuchenden und Familien wollten wir einen spielerischen Zugang zu Werken der Sammlung ermöglichen.
Gemeinsam mit dem Galerie-Team entwickelten wir überraschende Interventionen für die inhaltlich gegliederten Räume, die eine Wechselwirkung mit den gezeigten Motiven und Fragestellungen eingehen. Wir eröffnen ungewöhnliche Perspektiven, machen Kunst mit mehreren Sinnen erfahrbar, bringen die Besuchenden in Bewegung, stellen die Sinnfrage und laden zum eigenen Gestalten ein.
Im Foyer installieren wir einen großen PLAY!-Ground. Auf den Kunstrasen-Buchstaben lässt es sich prima chillen und analoge Spiele spielen. Mit bereitgestellten Ferngläsern können die Besuchenden die Horizonte einer Installation aus Landschaftsgemälden erkunden.
In einer Hängematte schaukelnd dürfen sie in die Krone von Won-Chul Jungs „Big Pine Tree“ blicken oder selbst auf dem Hometrainer schwitzen, während sie Robert Würths Gemälde „Rugby“ betrachten. Leonhard Oesterles Skulpturen lassen sich zunächst nur mit den Händen ertasten, bevor ein Blick hinter die Kulissen visuelle Klarheit schafft. In einem abgedunkelten Raum dürfen die Besuchenden Werke zum Thema Nacht „erhellen“. Der Schach-Tennis-Hürden-Parcours führt durch Sportbilder von Adam Lude und fordert Geschicklichkeit heraus. VIP-Wissen ist vor Thomas Kilppers Linolschnitt „Nicht das Ende vom Lied“ gefragt – hier darf gepuzzelt werden.
Im Stillleben-Raum finden Besuchende jede Menge Utensilien, mit denen sie eigene Stillleben arrangieren können. Und wer Mut hat, darf sich im Porträt-Raum das eigene Gesicht auf einem Spiegel abpausen – und so ein Selbstporträt hinterlassen.
Die „Spielwiese Kunst“ möchte nicht nur zu ungewohnten Wahrnehmungserlebnissen einladen, sondern vor allem zu ganz viel Spaß!
Fotografie: SUED und Sabine Bloch

























